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I N T R O D U C T I O N - 3 -

"Ewiges Leben" von Einzeltieren?
Menschliche Erbauer von Hochhäusern bevorzugen das "Penthouse" nicht zuletzt als Statussymbol, das jedoch gleichzeitig auch besondere Sicherheit bietet, weil ihre Zugänge einfach zu kontrollieren sind. - Für Korallenkolonien sind jedoch solche "Top-Lagen" höchst lebensgefährlich, da Fressfeinde (wie z.B. Seesterne) die kleinen Polypen einfach und bequem von der obersten Kalkschicht "abraspeln" können.

Allerdings erlaubt den überlebenden Tieren ihr hervorragendes Wundheilungsvermögen sogar die Neubildung "verlorener" Körperteile (wie abgerissene Fangärmchen). - Danach klonen sich die Tiere. Aber nur so oft, wie es nötig ist, um die Plätze der abgefressenen Tiere wieder zu besetzen. - Es gibt Indizien, dass Polypen Hunderte von Jahren alt werden könnten (falls sie nicht gefressen werden). - Das könnte auch für unsere menschliche Altersforschung interessant sein, denn wir sind diesen Tieren ähnlicher als gedacht (z.B. besitzen wir die gleichen Rezeptoren wie sie): Nur eines von zahlreichen Beispielen, in denen Ergebnisse der Korallenforschung auch uns selbst zugute kommen könnten.

Korallenrettung aus purem Eigennutz?

Ja. - Denn so wie WIR zurzeit als wichtigster Lebensraumbildner die irdische Landmasse beherrschen, so unverzichtbar sind Korallen als Lebensraumbildner der Ozeane (bekanntlich 70% der Erdoberfläche).

NOCH verlangsamen die Meere sogar den Klimawandel, indem sie riesige CO2-Mengen speichern.* Und zwar ganz ohne unser Zutun: als reine Gleichgewichtsreaktion an der Grenzfläche zwischen Luft und Wasser.

Bei weiter steigenden Temperaturen wird dieses Gas jedoch wieder freigesetzt (weil wärmeres Wasser weniger CO2 speichern kann als kaltes) was dann den Treibhauseffekt auch noch zusätzlich beschleunigt.

Da CO2 mit Karbonaten zu Hydrogenkarbonat reagiert, steht den Korallen (sowie sämtlichen Schalentieren und Knochenfischen) zudem immer weniger Kalziumkarbonat zum AUFBAU ihrer Kalkgerüste zur Verfügung: mit drastischen Folgen für die Fruchtbarkeit der Meere.

Außerdem löst das dabei immer saurer werdende Wasser immer mehr Kalk aus FERTIGEN Skelettstrukturen heraus, die so immer weicher werden (direkt vergleichbar mit menschlicher "Knochenerweichung").

Wegen dieses "Domino-Effekts" bilden Mensch und Koralle ein "Überlebens-TANDEM". - Ob es uns "passt" oder nicht: "Erst stirbt die Koralle, dann der Mensch".

Korallenbleiche + Tod
Wird das Meer wärmer als 28 Grad, beginnen die Symbiose-Algen statt Zucker plötzlich Gift zu produzieren, und werden umgehend aus ihrem "Homeoffice" hinausgeworfen, wobei die Korallen schlagartig "erbleichen", da sie mit ihren Algen auch sämtliche Farbe verlieren.

Falls die Temperaturen in den nächsten Wochen nicht wieder sinken, verhungern die Polypen, weil sie nun von nur 10 % selbst "Herbeigestrudeltem" leben müssen. Und je mehr MIKROPLASTIK die blinden Tiere dabei in ihr Inneres aufnehmen, um so schneller sind sie tot.

Evolution: Daten + "Mutmaßungen"

Erste, frühe Korallen entwickelten sich schon vor 700 Millionen Jahren. - Vor 23 Jahrmillionen gab es das letzte große Korallensterben. - Unsere „modernen“ Steinkorallen gibt es nun bereits seit etwa 15 Millionen Jahren.

Möglicherweise nehmen Korallen nach einem
weiteren Aussterben im Anthropozän (z.B. nach Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze) ihre mutmaßlich unverzichtbare Rolle als Lebensraum-schaffende Lebewesen - ein paar Jahrmillionen später - erneut ein. - Vielleicht als Nachfahren von Tiefseekorallen?

Eine Frage, die dann jedoch eine ANDERE intelligente Spezies klären müsste. - Doch die dürfte dann wohl eher darüber "rätseln", warum es der "Homo sapiens" versäumte, die von ihm selbst als "notwendig" erkannten Maßnahmen gegen seinen EIGENEN (und somit selbstverschuldeten) Untergang rechtzeitig zu ergreifen.
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* das waren vor etwa einem Jahrzehnt mit 2,3 Mrd. Tonnen etwa 1/4 der damals verfeuerten fossilen Energieträger! - Zu diesen und weiteren Daten: https://www.zeit.de/wissen/2009-11/meere-klimawandel/